Zusammenfassung 
der Ereignisse im kulturpolitischen Skandal mit der Stadt Zürich

von Heidi Weber


1960 habe ich Le Corbusier beauftragt, für mich ein Museumsgebäude zu entwerfen. Es war meine Idee, das Gebäude mit meiner Sammlung als „Gesamtkunstwerk" der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Standort hat mir die Stadt Zürich das Grundstück am Zürichhorn für 50 Jahre im Baurecht überlassen. Von allem Anfang an hat sich die Stadt aber an vereinbarte Abmachungen NICHT gehalten. Ich meinerseits hatte finanzielle Schwierigkeit zu bewältigen, namentlich Kostenüberschreitungen infolge dieser avantgardistischen Architektur (einzigartige Formgebung, Konstruktion, Materialien, usw.), die für alle Beteiligten eine grosse Herausforderung darstellte. Die Stadt Zürich hingegen hatte keinen müden Franken zum Bau, der weiteren Finanzierung und den Betrieb beigesteuert. Auch musste ich mich gegenüber allen Einsprachen der Projektgegner, die den Bau verhindern wollten, durchsetzen.

2014 war es dann soweit, dass das Museum gemäss Baurechtsvertrag an die Stadt ging. Doch die festlichen Ansprachen, die grossen Worte und wieder Versprechungen, diesmal von Stadtpräsidentin Corine Mauch und Kulturdirektor Peter Haerle, waren schon nach kurzer Zeit verhallt. Zu meiner grossen Enttäuschung hat sich in deren Köpfen ein politischer Ehrgeiz eingenistet, der meine die Museumsgeschichte vollkommen verfälscht. Mit der klaren Absicht, meinen Namen aus der Museumsgeschichte zu eliminieren, hat zum Beispiel Herr Peter Haerle einen 100.000 Franken Auftrag erteilt, um eine neue Namensgebung für das Museum zu finden. Das hat mich empört, weil die Stadt Zürich mit Le Corbusier nachweislich NIE etwas anfangen konnte und es jetzt so aussehen soll, wie wenn Zürich mit Le Corbusier schon immer ein Gesamtkunstwerk geplant hätte und ich nur die leidige Geldgeberin gewesen bin, welche man jetzt ja für lächerliches Geld abgespeist hat.

Ich werde auch weiterhin NICHT zulassen, dass sich die Stadt Zürich bzw. Frau Corine Mauch und Herr Peter Haerle mit fremden Lorbeeren schmücken, und werde alles versuchen, dies zu verhindern.

Ich sah mich daher gezwungen, die folgenden rechtlichen Schritte einzuleiten:

Strafanzeige bei der Oberstaatsanwaltschaft Zürich vom 8. September 2016 und Beschwerde ans Bundesgericht vom 1. Februar 2017.

Heidi Weber